Wie in ganz Griechenland ist der Christlich-Orthodoxe Glaube auch auf Kefalonia stark verwurzelt und die Bewohner der Insel haben zahlreiche Klöster errichtet. Die schönsten dieser heiligen Stätten haben wir für euch aufgelistet.

Kloster Agiou Gerasimou

Gelegen am Fuße des Berges Ainos befindet sich das für die Kefalonier wichtigste und größte Kloster der Insel. Seit mehr als 400 Jahren wird in dieser Klosterkirche das Grab des Inselheiligen Gerasimou beherbergt. Der Weg des Aristokraten, der in Jerusalem zum Priester geweiht wurde, führte ihn 1555 nach Kefalonia. Im Innenhof ragt eine riesige Platane aus dem Boden, die von Gerasimou selbst gepflanzt worden sei. Jährlich am 15. Und 16. August sowie am 20. Oktober finden ihm zu Ehre diverse Zeremonien statt. Pilger kommen von überall hier her und das Kloster verwandelt sich zu einem Festzelt ähnlichen Platz.

Kloster Agiou Gerasimou

Kloster Agios Andreas Milapidios

Südöstlich von Argostóli entwickelte sich nach 1579 ein Frauenkloster, das Kloster Agios Andreas Milapidios, und wird noch heute von Nonnen gewartet und bewohnt. Bestehend aus Unterkünften, Arbeitsräumen, zwei Kirchen und einem Kirchenmuseum ist die Anlage öffentlich zugänglich. Wertvolle Kunstschätze, wie die Ikone der Heiligen Jungfrau von Stefanos Tzancarolas, befinden sich im Inneren des Gebäudekomplexes. In den großen Sälen findet man kunstvolle Holzschnitzereien, die auf kretische Schnitzer zurückzuführen sind, mit deren Geschichte auf verschiedenen Schautafeln.

Kloster Kipouria

Auf 100 m an den Klippen, an der Westküste der Halbinsel Paliki, erstreckt sich das Kloster Kipouria. Rote Ziegeldächer schmücken das Kloster und sorgen dafür, dass es sich aus der grünen Landschaft hervorhebt. In der Klosterkirche werden zahlreiche Kostbarkeiten, wie Ikonostasen, Ikonen, Messbücher und Kirchenschmuck, aufbewahrt. Heute wird das Kloster von einem einzigen Mönch bewohnt, der allerdings nicht allzu begeistert von Touristen ist. Die Steilküste lässt sich jedoch vom Klostergarten hervorragend ansehen.

Kloster Kipoureon

Kloster Sissia

Mitten in der Macchia und einer harmonischen Umgebung, im Süden der Insel zwischen Simotata und Platies, erstreckt sichn unterhalb das Kloster Sissia. Unter großen Bäumen lässt sich bei gutem Wetter bis nach Zakynthos blicken. Gebaut wurde das Kloster im 13. Jh. von Franz von Assisi. Anfangs war es mit Sicherheit ein katholisches Kloster, wann es aber zu einem orthodoxen wurde, ist bis heute nicht bekannt. 1953 fiel es dem großen Erdbeben zum Opfer und ist bis heute eine Ruine. Etwa 200 m oberhalb dieser Ruine wurde das Kloster neu errichtet und wird von einer Mauer umgeben. Aufgrund vieler verschiedener Tiere die sich um das Kloster tummeln, kann man hier schon fast von einem Kleinzoo sprechen.
Der Strand unterhalb der Klosterruinen ist nur über das Meer oder zu Fuß erreichbar und somit eher einsam.

Kloster Agrillion

Auf einer Höhe von 180 m, nahe der charmanten Stadt Sami, befindet sich die Klosteranlage Agrillion. Die atemberaubende Aussicht auf Samis Bucht und Ithaka machen einen Besuch in diesem Kloster unvergesslich. Der mittelalterliche Glockenturm begeistert nicht nur die Urlauber, sondern auch die Mönche selbst, die hier zu finden sind.

Kloster Agrillion

Kloster Iperagias Theotokou Atrou

Mit einem Besuch dieses Klosters lässt sich ideal eine Wanderung verbinden. Das älteste Kloster, Iperagias Theotokou Atrou, liegt am Berg Atros und liegt 500 m über dem Meer. Vom Parkplatz nahe Poros aus kann man in etwa 1,5 – 2 Stunden den Berg erklimmen. Von oben kann man eine gigantische Aussicht genießen und trifft auf einen überaus freundlichen Mönch. Eine kleine Führung durch das Kloster und ein Eintrag in das Gästebuch runden diese kleine Wanderung ab.

(Stand 8/2018)