Die weniger belebte Halbinsel Paliki, westlich der Hauptinsel Kefalonias, eignet sich besonders für Ruhesuchende. Außerhalb der zweitgrößten Stadt auf Kefalonia, Lixouri mit etwa 7000 Einwohnern, leben auf der gesamten Halbinsel nur andere 1500 Menschen. Vor allem der Süden und die Hauptstadt der Halbinsel spielen eine touristisch wichtige Rolle. Palikí ist mit dem Bus, Auto oder der Fähre zu erreichen. Von der Inselhauptstadt Argostóli sind es nur rund 40 Minuten und die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa 25 Minuten und ist nicht sehr teuer.

Paliki – mal ganz anders

Paliki lässt sich stark von der Hauptinsel der griechischen Insel Kefalonia unterscheiden: Während der größte Teil der Insel mit grüner Landschaft und unzähligen Sandstränden versorgt ist, besteht die kleine Halbinsel aus einer eher kargen, trockenen aber dennoch ein wenig grünen Landschaft. Stellenweise ist die Landschaft voller Ölbäume, die durch ihre gewaltigen Stämme herausstechen.

Lixouri auf der Halbinsel Paliki
Hafen von Lixouri

Die Westküste der Halbinsel ist durch die steil abfallenden Felsen zum Meer gekennzeichnet, dementsprechend sind diese Strände unzugänglich und somit auch menschenleer. Die wenigen begehbaren Strände sind meist einsam und unbewirtschaftet, aber dennoch für ideal für Ruhe. Hingegen im Süden befinden sich einzigartige und sehr vielfältige Buchten und Strände, die problemlos mit dem bekannten Myrtos Beach der Hauptinsel mithalten können. Die meisten Strände sind flach abfallend und das Wasser ist häufig sehr tief. Zu den schönsten Stränden der Halbinsel Paliki zählt man den rotsandigen Xi Beach, den einsamen Platia Ammos Beach (nur per Boot erreichbar) und den Lepada Beach.

Xi Beach auf der Halbinsel Paliki
Xi Beach

Lixouri und die Ostküste

Die Hauptstadt der Halbinsel Paliki, Lixouri, ist die zweitgrößte Stadt Kefalonias, wo sich immer mehr Touristen, hauptsächlich Engländer, wiederfinden. Mit etwa 7000 Einwohnern ist die Stadt sehr überschaubar und bietet für Jung und Alt jede Menge Bars, Restaurants und Clubs. Dennoch bietet die Stadt nicht viel Flair, was auf die zwei großen Erdbeben 1867 und 1953 zurückzuführen ist. Während das erste problemlos überstanden wurde, zerstörte das zweite Erdbeben die ganze Insel. Wenige Gebäude hielten der Naturkatastrophe stand und somit ging beim Wiederaufbau das alte, historische Griechenland ein wenig verloren. Die Hafenstadt wurde an den Toren der antiken Stadt Pali erbaut. Das Museum Iakovatos verfügt über 20.000 kostbare Bücher. Allein das Gebäude selber ist mit der kunstvollen Dekoration sehenswert. Der Lepada Beach befindet sich etwa 2 km südlich und ist bei den Bewohnern der Halbinsel sehr beliebt.

Lixouri auf der Halbinsel Paliki

Die Südküste der Halbinsel Paliki

Der südliche Teil der Halbinsel Paliki auf Kefalonia besteht in weiten Teilen aus hügeligen Dünen, die oftmals sehr trostlos und einsam wirken. Hier gibt es nur wenige Anzeichen von Tourismus, darüber hinaus verfügt dieser Teil Kefalonias nur über zwei etwas größere Hotels. Dennoch gilt die Südküste als optimaler Ort für Ruhe, Entspannung und hat durchaus vielfältige Strände und Buchten.

Megas Lakos Beach auf der Halbinsel Paliki
Megas Lakos Beach

Zu den schönsten Stränden im Süden er Halbinsel gehören der Megas Lakos Beach, der Xi Beach und der Kounopetra Beach. Ersterer ist ein sehr langer, schmaler, rötlicher Sandstrand, der sich für lange Strandwanderungen eignet, dennoch ist er im Gegensatz zum Xi Beach sehr wenig besucht. Dieser ist fast 3 km lang und zeichnet sich durch den roten Sand aus. Die rote Farbe gegensätzlich zum smaragdgrünen Wasser lässt jeden staunen.

Kounopetra

Bei dem Naturwunder der Halbinsel Palikí, der sogenannte „Wackelfelsen“ oder auch „Kounopetra“, handelt es sich um ein Stück eines Felsen, der sich aus unbekannten Gründen ständig bewegt hat. Seit dem Erdbeben 1953 steht der Fels still, dennoch ist das Phänomen im Süden der Halbinsel Paliki zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.

Naturwunder Kuonopetra
Naturwunder Kuonopetra

Palikis Westküste

Der westliche Teil der Halbinsel Paliki verfügt über zahlreiche Bergdörfer, die des Öfteren einsam und ausgestorben wirken. In dieser Gegend trifft man häufiger auf Schafe und Ziegen wie auf Menschen. Das touristische Highlight ist das Kloster Kipouria, das sich an den steilen Klippen befindet. Die Straße in Richtung Norden führt dank der schlechten Beschilderung immer zu unterschiedlichen Zielen, schlussendlich kommt man aber dank den wenigen Einwohnern doch am gewünschten Ziel an. Schon fast im Norden wird die Landschaft immer grüner, wo Weintrauben und Oliven angebaut werden.

Kloster Kipouria

Das Kloster Kipouria befindet sich auf 100 m an den Klippen und wird dank den roten Ziegeldächern in der grünen Landschaft auch nicht übersehen. Ikonostasen, Ikonen, Messbücher und Kirchenschmuck kann man in diesem Kloster entdecken. Bewohnt wird dieses mittlerweile von nur einem Mönch, der jedoch nicht äußerst begeistert von den Touristen ist.

Kloster Kipoueron auf der Halbinsel Paliki

Petani Beach – Der schönste Strand im Westen der Halbinsel

„Der kleine Bruder“ des Myrtos Beach – so wird der Petani Beach gerne genannt. Dieser wunderschöne Strand liegt im Norden der Halbinsel Paliki auf der größten Ionischen Insel und zählt zu den schönsten der Insel. Die hohen, weißen Felsen und das türkise, klare Wasser ist schon längst kein Geheimtipp mehr und daher in der Hochsaison gut besucht. Der besonders saubere Strand ist nur über eine kurvige Straße zu erreichen und wechselt zwischen Sand- und Kiesstrand. Das Ausüben von Wassersporten ist an diesem Strand, wie auch an vielen anderen auf Kefalonia, verboten. Der Sonnenuntergang lässt sich ideal vom Süden des Petani Beaches anschauen und sorgt für ein unvergessliches Erlebnis auf der Halbinsel Paliki.

Petani Beach auf der Halbinsel Paliki

(Stand 8/2018)