Die Gegend um Argostóli und im Süden von Kefalonia ist durch die grüne Hügellandschaft und zahlreiche gepflegte Dörfer geprägt. Das Zentrum der Insel zeigt sich in einem satten Grün und gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten Kefalonias. Schon um 1300-1100 v. Chr. hinterließen die Menschen mit spätmykenischen Kuppelgräber ihre Spuren.

Begrenzt wird die Region um Argostóli im Osten durch den Berg Enos, die höchste Erhebung auf der griechischen Insel Kefalonia. Im Süden und Westen befinden sich zahlreiche einzigartige Strände mit wunderschönen versteckten Buchten. In diesem Teil der Insel wohnen hauptsächlich die wohlhabenden Griechen.

Durch das mediterrane Klima profitiert der Boden und somit zählt die Landwirtschaft auf der größten Ionischen Insel, neben dem Tourismus, als Haupteinnahmequelle. Dank langjähriger Kultivierung des Bodens gibt heute zahlreiche Weinberge, daher der bekannte Wein Robola, Olivenhaine und an den Hängen zum Meer hinab farbenfrohe Obstplantagen.

Argostoli Hafenmeile
Argostoli Hafenmeile

Der Süden bietet zahlreiche Ausflugsziele

Zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, alle gut zu erreichen, verleihen der griechischen Insel ein besonderes Flair. Durch das große Erdbeben am 12. August 1953 wurden jedoch viele antike Gebäude zerstört. Dennoch gibt es wenige Kirchen und Burgen, die verschont wurden.

Die versteckten Buchten und Sandstrände sind gut mit dem Auto zu erreichen, die letzten Meter muss man lediglich meist zu Fuß zurücklegen, da das Meer durch hohe Felsen geschützt wird. Von roten, feinen Sandstränden bis hin zu weißen Kiesel- und Sandstränden ist im Inselsüden alles vorhanden.

Das Insel-Zentrum Argostóli

Die Inselhauptstadt Argostóli im Süden ist das touristische Zentrum der Insel und verfügt daher über eine gute Infrastruktur, Hotellerie und Gastronomie. Gerade für Nachtschwärmer und junge Kefalonier ist die Stadt der Treffpunkt am Wochenende. Die Bars und Clubs befinden sich alle nah am Hafen und sind gut erreichbar.

Kefalonia, die Vielfältige

In dieser Region rund um Argostóli lässt sich nicht nur der hervorragende griechische Wein genießen und das leckere Essen verspeisen, sondern um dies auszugleichen bietet die Insel zahlreiche Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Griechischer Salat
Griechischer Salat

Unterwegs im Süden

Bei Ausflügen auf Kefalonia hat man die Möglichkeit nicht nur zu einem Ziel zu fahren, sondern da die Insel relativ klein ist und alles nah aneinander liegt, kann man an einem einzigen Tag sehr viel erleben. Das kefalonische Bussystem ist leider noch nicht genug ausgebaut, um die Insel damit zu erkunden, daher wird bei einer Inseltour ein Mietwagen empfohlen.

Orte und Städte in Argostóli und Umgebung

Lassi

Dieses kleine Städtchen wird bei Kefalonia-Urlaubern durch die einzigartigen Sandbuchten und die gute Lage immer beliebter. In der Nähe von der Inselhauptstadt und vom Flughafen, aber auch wunderschöne Strände, wie der Makris Gialos Beach und reizvolle Landschaften.

Lassi
Versteckte Buchten in Lassi

Livathos

Hügelige Landschaften, moderne Häuser und Villen bilden den Gemeindebezirk Livathos mit rund 25 Gemeinden. Hier befinden sich die Festung Agios Georgios und das Kloster Agios Andreas Milapidias, ebenso mykenische Gräber.

Metaxata

Das kleine Dörfchen versteckt sich hinter einem Pflanzenvorhang und verbirgt ein kleines Kulturzentrum. Immer mehr Ausstellungen und Konzerte werden veranstaltet, um mehr Urlauber in das malerische Dorf auf dem kleinen Hügel zu locken.

Spartia

Durch die engen Gassen schlendern und auf der Platía vor der Kirche einen griechischen Wein genießen. Die in der Vergangenheit bedeutende Stadt, die durch das Erdbeben völlig zerstört wurde, zeichnet sich durch eine gemütliche und idyllische Atmosphäre aus.

Lourdata

Geschützt vom größten Berg Kefalonias, dem Enos, genießt das Dorf angenehme Temperaturen und eine hervorragende Wasserversorgung. Die Dorfbewohner bemühen sich um ein gepflegtes Erscheinungsbild und verbringen ihre Freizeit gerne in den vielen gemütlichen Kaffeehäuser.

Lourdas Beach
Lourdata Beach

Naturgewachsenes im Inselsüden

Katavothres

Das einzigartige Naturphänomen „Katavothres“ befindet sich etwa 3 km von Argostóli entfernt. Das Meerwasser verschwindet hier in die großen Felsspalten und fließt durch ein unterirdisches Höhlensystem auf die andere Inselseite, wo es dann im Melissani-See wieder verdunstet.

Makris Gialos Beach

Der 500 m lange Makris Gialos Beach gleicht in der Hochsaison einem Rummelplatz, natürlich im positiven Sinne. An diesem Strand ist immer etwas los und ideal für Familien. Die Sandstrandbucht bietet viele Wassersportarten, ist sauber und gepflegt.

Markis Gialos Beach Lassi
Makris Gialos Beach

Platis Gialos Beach

Das türkisfarbene, glasklare Wasser am Platis Gialos Beach ist einer der beliebteste Strände auf Kefalonia und wird von vielen Urlaubern für einen perfekten Badeurlaub aufgesucht. Der besonders saubere Strand liegt etwa 4 km von Argostóli entfernt und ist von einigen Hotels umgeben.

Platis Gialos Beach Lassi
Platis Gialos Beach

Enos Berg

Berg Enos, Ainos Mountain oder Monte Nero… der höchste Berg der griechischen Insel ragt 1.628 m aus dem Boden und zählt zu den beliebtesten Wanderrouten der Insel. Auch in den Sommermonaten trifft man dort auf angenehme Temperaturen.

Kulturelle Highlights in der Umgebung der Inselhauptstadt

Archäologisches Museum

Im Archäologischen Museum im Stadtzentrum von Argostóli werden zahlreiche archäologische Fundstücke seit den ersten Besiedlungen Kefalonias ausgestellt. Schmuck, Gebrauchsgegenstände, Waffen… Die kostbaren Bestattungsbeigaben der mykenischen Gräber können ebenfalls im Museum besichtigt werden.

Leuchtturm Agios Theodoros

Ein Besuch des Leuchtturms Agios Theodoros eignet sich besonders am Abend, wenn das im klassizistischen Stil erbaute Gebäude von den warmen Farben des Sonnenuntergangs umgeben ist. Mit den pompösen Säulen wirkt der von Charles Napier gebaute Leuchtturm eher wie ein Tempel. Nach der Zerstörung durch das Erdbeben 1953 baute man das Bauwerk nach den Originalplänen wieder auf.

Leuchtturm Aghii Theodori
Leuchtturm Aghii Theodori in Argostóli

Festung Agios Georgios

Umgeben von einer 25 m hohen und 600 m langen Mauer steht die Festung Agios Georgios auf einem 320 m hohen Hügel südöstlich von Argostóli. Das ehemalige Inselzentrum ist nach wie vor sehr belebt und bietet einen fantastischen Ausblick über den Süden Kefalonias. Die Festung hat eine Fläche von 16.000 km² und grenzt an das gleichnamige Dorf, wo zu Spitzenzeiten 15.000 Menschen lebten.

Mykenische Gräber

Die mykenischen Gräber im Süden Kefalonias zeigen, mit welchem Aufwand die Angehörigen der damaligen Oberschichte begraben wurden. Bereits am Anfang des 19. Jh. begannen die Kefalonier unter Inselgouverneur de Bosset mit den Ausgrabungen. Die Beigaben werden heute im Archäologischen Museum in Argostóli ausgestellt.

Kloster Agiou Gerasimou

Kloster Agiou Gerasimou
Kloster des Inselheiligen Gerasimou

Das Kloster Agiou Gerasimou liegt am Fuße des Enos und stellt das wichtigste und größte Kloster Kefalonias dar. In der Klosterkirche wird seit über 400 Jahren das Grab des Inselheiligen Gerasimou beherbergt, und hat somit eine überaus große Bedeutung für die Gläubigen der Insel. Jedes Jahr am 15. und 16. August sowie am 20. Oktober finden Zeremonien zu Ehren des Heiligen statt.

Kloster Agios Andreas Milapidias

Nach 1579 etablierte sich südöstlich von Argostóli ein Frauenkloster, das Kloster Agios Andreas Milapidias, das auch heute noch von Nonnen bewohnt wird und zusätzlich ein Kirchenmuseum bietet. In den großen Sälen findet man sehenswerte Ikonen und kunstvolle Holzschnitzereien mit deren Geschichte auf Schautafeln.

(Stand 10/2018)