Von dichten Wäldern umgeben liegt das kleine Fischerdörfchen an der Nordküste der größten Ionischen Insel Kefalonia. Es ist das einzige Dorf, das vom Erdbeben 1953 verschont wurde. Seit den 70er Jahren herrschen in der Hafenstadt strenge Bauvorschriften: Es muss sich nicht nur an eine gewisse Höhe und einen gewissen Stil gehalten werden, sondern auch die Farbe der Fensterläden spielt im Ortsbild eine sehr wichtige Rolle. Die Behörden haben sehr schnell erkannt, das Fiskardo das gewisse Etwas hat, haben gewissenhaft reagiert und heute wird das Dorf von zahlreichen Urlaubern heimgesucht.

Hafen von Fiskardo
Hafen von Fiskardo

Fiskardo an der Nordküste

Ob grüne, blaue oder gelbe: Bunte Fensterläden verzieren das kleine Fischerdörfchen Fiskardo und verleihen ihm einen unverwechselbaren Touch. Mitten zwischen den 300 bis 400 Jahre alte Häuser ragt eine bescheidene Kirche mit Glockenturm und Friedhof heraus. An der Hafenmeile entlang befinden sich bunte Kaffeehäuser und Restaurants sowie diverse Souvenirläden, die sowohl Handgemachtes als auch kleine Geschenkartikel verkaufen. Sogar die traditionellen Ouzo-Kneipen haben sich an den Tourismus angepasst und haben sich zu modernen Bars umgewandelt. Die Hafenstadt ist besonders bei italienischen Seglern beliebt, weshalb man an den vielen Tischen an der Hafenmeile öfter Italienisch als Griechisch hört. Verhältnismäßig ist Fiskardo relativ teuer und wird gerne als „die Perleunter den Ionischen Häfen bezeichnet.

Die schönsten Strände rund um Fiskardo

Neben der schönen Hafenstadt mit ihren historischen Gebäuden selber, trifft man in näherer Umgebung auf viele nahezu unberührte und wunderschöne Strände, wie der Dorfstrand von Fiskardo, der Emblisí Beach oder der Dafnoúdi Beach.

Fiskardo Bucht
Fiskardo Bucht

Fiskardo Beach

Der Dorfstrand der Perle unter den Ionischen Häfen befindet sich ca. 1 km südöstlich vom Stadtzentrum entfernt. Die Bucht ist bewaldet und mit kleinen Kieselsteinen versehrt. Aber alle Achtung: Das azurblaue Wasser verfügt an dieser Stelle über einige Wasserpflanzen und Seeigel!

Emblisi Beach

Am Rande eines kleinen Wäldchens hat der Emblisi Beach seinen Platz gefunden. Ganze 40 m misst der Strand in der Breite und wird von einigen Felsen begrenzt. Nach einer 700 m langen asphaltieren Straße zum Strand hinunter befindet sich eine kleine Taverne.

Fiskardo Beach
Emblisi Beach in Fiskardo

Dafnoudi Beach

Diese weiße Kieselbucht ist ein echter Geheimtipp: Nahe dem Nachbardorf Antipata Erisou versteckt sich der traumhafte Dafnoudi Beach. Dieser unbewirtschaftete Strand ist über einen 15 Minütigen Spaziergang durch die üppige Vegetation zu erreichen. Die abgelegene Bucht mit dem kristallklaren Wasser gewinnt das Herz so mancher Urlauber sofort für sich, denn sie ist wirklich noch fast unberührt und einfach wunderschön.

Strand Fiskardo
Dafnoúdi Beach nahe Fiskárdo

Die Geschichte von Fiskardo

Bis etwa zum 11. Jh. wurde die kleine Hafenstadt noch „Panormos“ genannt, anschließend wurde sie aufgrund der Besiedlung von Normannen nach deren König Robert Guiscard benannt, der an einem Strand in der Nähe verstorben war. Danach herrschten lange Zeit die Venezianer über Kefalonia, in deren Seekarten Fiskardo als „Porto di Custodi“ (dt. Hafen der Wächter) bezeichnet wird. Anscheinend wird der heutige Name ab dem ca. 13. Jh. verwendet. Anfang des 18. Jh. wurde aus dem Hafen ein wichtiger Warenumschlagsplatz nach Íthaka.

Restaurant in Fiskardo
Fußgängerzone von Fiskardo

In den 60er Jahren entwickelte sich Fiskárdo langsam zu einem touristischen Dörfchen: Der Hafen wurde zu einer Fußgängerzone und die alten, traditionellen Kaffeehäuser und Kneipen wurden zu modernen und Zeitalter gerechten Restaurants umgebaut. Aufgrund der hohen Preise in Fiskardo leben hauptsächliche wohlhabende Griechen und Fischer dort, was aber auch zu mehreren Beschwerden der Urlauber führte und diese deshalb ihren Urlaub in anderen Regionen Kefalonias verbringen. Mittlerweile hat die Stadt seine Preise an die restlichen der Insel angepasst und ist für Reisende wieder attraktiver geworden.

Hafenstadt Fiskardo
Fiskardo Zentrum

(Stand 8/2018)